Ehrung der Schülerlotsen

 „Ihr Schülerlotsen, Schulweghelfer und Schulbusbegleiter macht einen top Job für die Schulwegsicherheit, und das kann man nicht hoch genug einschätzen.“

Darin waren sich der Verkehrserzieher, Polizeioberkommissar Thomas Förster und der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bayreuth-Land Olaf Heber mit Lotsenbetreuerin und Lehrerin Marion Vogel, die die Schülerlotsen ausbildet, Rektorin Hedwig Forster, Bürgermeister Christian Porsch sowie Thorsten Neugirg und Marina Kindsvater vom Elternbeirat einig. Es war wieder an der Zeit, in einer kleinen Feierstunde „Danke“ zu sagen. In guter Tradition laden Schule, Gemeinde, Polizei und Elternbeirat in der letzten Woche vor Weihnachtsferien die amtierenden Lotsen ein, um ihnen für ihre alles andere als selbstverständliche Arbeit zu danken. Denn 18 Schülerlotsen der Werner-Porsch-Grund- und Mittelschule und zwei Schulweghelfer verrichteten ein Jahr lang tagtäglich einen unbezahlbaren Dienst, indem sie jüngeren Mitschülern auf dem Weg zur Schule halfen. Dabei mussten sie nicht selten Ausdauer und Geduld haben. Diesen zwölf- bis 15-jährigen Jugendlichen und den beiden Erwachsenen Michaela Semba aus Kirchenlaibach und Ingrid Popp aus Zeulenreuth galt kurz vor Weihnachten in einer kleinen Feierstunde der Dank für diesen unbezahlbaren Einsatz und Dienst. Erstmals fand die Feierstunde in der Sportarena statt, da diese wegen der Kreistagssitzung Corona-gerecht hergerichtet war.

Christian Bäß sorgte für die nötige Beschallung. Die sechste Klasse unter Leitung von Martina Hundsdorfer sorgte mit einem humoristischen Glockenspiel und mit poetischen Wünschen vom Weihnachtsmann für ein gediegenes Rahmenprogramm.
„Ihr leistet eine tolle und nicht normale Arbeit zum Schutz der Schüler beim Schulweg und im Schulbus „, so Rektorin Forster. Sie hätten in einer risikobehafteten Position hohes Maß an Verantwortung gezeigt, hob sie die Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit hervor. Die Jahresbilanz sei beeindruckend gewesen: kein einziger Unfall! „Das ist euer Verdienst, dass die Schüler an knapp 200 Schultagen im Jahr jeden Tag sicher zur Schule gekommen sind. Ihr Dank galt dabei insbesondere Lotsenbetreuerin Marion Vogel und den Verkehrserziehern der Polizei. Deren Arbeit im Gesamtpaket sei vorbildlich. In intensiven Schulungen würde die Verkehrspolizei die Jugendlichen Lotsen auf das Verhalten samt Fahrfehler von Autofahrern und Schülern im Straßenverkehr vorbereiten.
Ihm als Polizist gehe das Herz auf, so Verkehrserzieher Förster, zu sehen, dass Lotsen bei Wind und Wetter früh morgen als erstes am Straßenübergang stehen und Buslotsen als erstes aus dem Bus aussteigen. Sie hätten einen wesentlichen Beitrag geleistet, dass es 2020 im ganzen Landkreis Bayreuth keinen Schulwegunfall gegeben habe. Das Lächeln der Erstklässler sei nur ein Dank. Die Lotsentätigkeit werde auch im Zeugnis vermerkt und mit einer Urkunde bestätigt. Auch hätten sie dadurch für ihr Leben gelernt und Bereitschaft gezeigt, dass sie ehrenamtlich etwas für das Allgemeinwohl tun, meinte er. In Bewerbungen sei die Lotsentätigkeit spätestens in der engeren Auswahl ein riesiger Pluspunkt, betonte Förster im Blick auf den Übergang von der Schule in die Ausbildung. Jeder Arbeitgeber schätze dies.
Die Jugendlichen würden den Grundgedanken der Adventszeit „Aufeinander Acht geben“ in besonderer Weise lebendig werden lassen und in die Tat umsetzen, so Bürgermeister Christian Porsch in seiner ersten Rede vor Schülerlotsen. Die Feierstunde sei ein Zeichen der Wertschätzung dafür. Als Vorbild für ihre Mitschüler wertete vom Elternbeirat Thorsten Neugirg die Schülerlotsen. „Ihr habt euch den Respekt der Eltern, Schüler und Lehrer verdient“, so der Vertreter des Elternvertretungsgremiums. Zum Dank namens des Elternbeirates gab es Geschenke und eine Einladung nach der Coronazeit zu einem Frühstück der besonderen Art im Schüler-Cafe. Von den Verkehrserziehern gab es Gutscheine vom Elektromarkt, von er Gemeinde Naschereien. Von der Schule und der Gemeinde wird am Ende des Schuljahres ein Ausflug organisiert und finanziert.

(Text: Wolfgang Hübner, Fotos: Philip Wisnewski)

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