Warum ich ein Neonazi war

Am 09.12.2020 fand in der Sportarena Speichersdorf ein besonderer Vortrag für die 8. und 9.Klasse der Werner-Porsch-Mittelschule statt, der vom CVJM Speichersdorf und dem Bundesprogramm Demokratie leben! organisiert wurde. Dort berichtete Referent Christian Weißgerber über seine persönlichen Erfahrungen in der Neonazi-Szene und seinen letztendlichen Ausstieg. Aufgrund der momentanen Corona-Lage fand die Veranstaltung als online-Vortrag statt, weshalb die Sportarena mit Großbildleinwand und Soundequipment vorbereitet wurde und sich die Schüler mit erweitertem Abstand auf Einzelplätze in der gesamten Halle verteilten.

Weißgerber erklärte zu Beginn seines zweistündigen Vortrags, dass das stereotypische Bild des ungebildeten Neonazis mit Glatze und Springerstiefel nicht der Wahrheit entspreche und die rechte Szene bedeutend vielfältiger in ihrer Erscheinung sei, als das die meisten Menschen annehmen würden. Ebenso berichtete er von seinen persönlichen Erfahrungen, die dazu geführt hatten, dass er Neonazi wurde. Er ging dabei unter anderem ausführlich auf seine Jugend in Eisenach, seine Familiensituation und auch auf sein Interesse an deutscher Geschichte ein. Dabei widersprach Weißgerber der allgemeinen Meinung, dass man in das Neonazimilieu einfach „abrutsche“, sondern hob ausdrücklich hervor, dass dieser Schritt immer eine individuell getroffene Entscheidung darstellt. 

Seine persönlichen Erfahrungen kombinierte Weißgerber stets mit Querverweisen zur deutschen Geschichte und aktuellen politischen Diskussionen. Dies verdeutlichte den Schülerinnen und Schülern, dass Rassismus und Ausgrenzung immer noch ein Problem der deutschen Gesellschaft ist und dass es die Aufgabe eines jeden Einzelnen ist, diesen Entwicklungen engagiert entgegenzutreten.

In der abschließenden Fragerunde beantwortete Weißgerber sehr freundlich und ausführlich alle Fragen der Schüler, unter anderem zu seinem Ausstieg aus der Neonaziszene, zu Straftaten, seiner Familie sowie seinen Tattoos.

Christian Weißgerbers ergreifende Schilderungen der rechten Szene, deren organisierte Kriminalität sowie seiner Gedanken, warum er Neonazi wurde und warum er letztlich ausstieg, beeindruckten alle Zuhörerinnen und Zuhörer.

Betriebserkundung der 7.Klasse

Im Rahmen der Berufsvorbereitung erkundeten die Schüler*innen der 7. Klasse am 19.10.2020 für einen Tag verschiedene Betriebe in der Umgebung von Speichersdorf. Sie interviewten Mitarbeiter, beobachteten diese bei der Arbeit und machten Fotos von den Arbeitsabläufen. Dabei sammelten die Schüler*innen erste Erfahrungen in der Arbeitswelt und erhielten einen kleinen Vorgeschmack auf die nachfolgenden Praktika in der 8. Klasse.
Nach der Erkundung erstellten die Jugendlichen Präsentationen, in denen sie ihre Erkenntnisse und Erlebnisse der Klasse vorstellten.  

(Rene Gensler)

Absage 1. Elternsprechtag im Schuljahr 2020/21

Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte,

nach sorgfältiger Abwägung aller Risiken und Umstände haben wir entschieden, dass der 1. Elternsprechtag am 25.11.2020 aufgrund der aktuellen Situation leider nicht stattfinden wird. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Bei Gesprächsbedarf wenden Sie sich bitte an die betreffende Lehrkraft.

Herzliche Grüße

H. Forster und M. Vogel

Betriebserkundung bei Messwerkzeuge Richter

Am 12.10.20 führten Produktionsleiter Jochen Kümmerl und Einkaufsleiter Jürgen Kettel die 8.Klasse durch das Firmengelände. Dabei erklärten sie den Schülern die Arbeitsabläufe und technischen Verfahren bei der Produktion der Messwerkzeuge. Im anschließenden Gespräch mit den Geschäftsführern Friedrich und Erik Richter wurde den Schülern der vorher ausgearbeitete Fragenkatalog zu den Bereichen Einkauf, Produktion und Absatz beantwortet.

Die gesamte Klasse bedankt sich recht herzlich bei allen Beteiligten der Firma Richter für den sehr interessanten Vortrag, die aufgewendete Zeit und natürlich auch für die eigens für uns gestalteten Geschenke am Ende der Führung!

IPads für Grundschüler

Im Rahmen des „Sonderbudgets Leihgeräte“ wurden auf Beschluss des Gemeinderates 30 iPads samt Schutzhülle und Koffer für unsere Grundschüler angeschafft. Tobias Steuer von der Firma Compu-House übergab die Geräte Mitte September an Rektorin Hedwig Forster und den Lehrerinnen und Lehrern der Grundschule, Kämmerin Michaela Hösl und Bürgermeister Christian Porsch. Die Anschaffung wird zu 100 Prozent durch die Bundesregierung gefördert und soll dazu beitragen, den Kindern digitales Lernen bereits in der Grundschule näher zu bringen. Gerade in Corona-Zeiten eine wichtige Ergänzung des Unterrichts. „Die IPads bilden zusammen mit dem in den Sommerferien verlegten Glasfaser-Anschluss, den im Winter gelieferten Notebooks sowie den Dokumentenkameras einen weiteren Baustein zur Digitalisierung unserer Werner-Porsch-Schule“, unterstrich Bürgermeister Christian Porsch bei der Übergabe. (Text: Christian Porsch)