Verabschiedung der 9.Klasse

Alle 21 Schüler der neunten Klasse der Werner-Porsch-Mittelschule haben erfolgreich den Schulabschluss geschafft. 18 Schüler haben die Prüfung zum Qualifizierenden Mittelschulabschluss bestanden. Mit je einem Notendurchschnitt von 1,8 hatten Jana Bauer, mit 2,0 Emily Popp und mit 2,1 Cemre Ülker den Jahrgang als Beste abgeschlossen.

 
Welche eine großartige Jahrgangsabschlussbilanz mit einer 86-prozentigen Bestehensquote. Dazu kommt, dass jeder Schüler einen Ausbildungsplatz hat oder auf einer weiterführende Schule geht. Dies spiegelte auch die beeindruckende, Corona gerechte Entlassfeier mit ökumenischer Andacht und Feierstunde wieder, mit der die Absolventen am Freitagmittag in der Festhalle in ihren neuen Lebensabschnitt verabschiedet wurden. Die Eltern hatten auf der Zuschauertribüne Platz genommen, während die Schüler im Abstand auf den Stühlen über die Halle verteilt waren. Unter den Gästen Bürgermeister Christian Porsch und Elternbeiratsvorsitzende Heike Geier, die eingangs zusammen mit einem Teil des Lehrerkollegiums, der Verwaltung und dem Hausmeister mit Rektorin Hedwig Forster an der Spitze von Klassenleiter und Konrektor Christian Hanauer begrüßt wurden.

Es war eine Feier, in der sich Glückwünsche, Lob und Dank, aber auch so manche Überraschung, bespickt mit Gesten, Aufmerksamkeiten, Bonmots aneinanderreihten. So etwa die Gesangseinlage der Schulleitung mit Hedwig Forster am Klavier und Christian Hanauer als Gesangssolist. Das Duo entpuppte sich beim Klassiker „Mein Kleiner Grüner Kaktus“ von den Comedian Harmonists als Unterhaltungskünstler par excellence und ernteten für ihren Auftritt großen Applaus. Nicht weniger humoristisch war die Abschlussrede von Benjamin Schott. Er hatte für seine Bilanz über die Lehrer der Abschlussklasse das Gedicht von Goethes „Erlkönig“ kurzerhand zum Gedicht über den „Schulkönig“ umgeschrieben.
Den Reden war eine Andacht unter dem Thema „Leichtes Gepäck“ mit Robert Schultes und Nannette Schrenk-Lamche vorausgegangen. Nach dem gleichnamigen Lied von Silbermond packten sie aus dem Rucksack unterschiedliche Gegenständen aus und verbanden sie mit den entsprechenenden Glückwünsche für den weiteren Lebensweg. So symbolisierte das Handy, dass sie miteinander in Kontakt bleiben sollten, oder das Kreuz, dass sie sich immer der Anwesenheit von Jesus bewusst sein können. „Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun“, zitierte Rektorin Forster schließlich Johann Wolfgang von Goethe. Sie beglückwünschte die Schüler zu Ihren Leistungen, dankte Klassenleiter Christian Hanauer und den Lehrkräften für ihren Einsatz und wünschte alles Gute für den weiteren Lebensweg.
„Setzt die Segel in eurem Lebensboot, und allzeit Mast und Schotbruch“, wünschte Klassenleiter Christian Hanauer seinen Schützlingen zum Abschied. Viel Zeit sei gemeinsam verbracht worden. In den zwei Jahren gemeinsamen Wegs seien Stärken und Schwächen beider Seiten offenbar geworden, meinte er offenherzig. Doch vor allem sei man zusammengewachsen, fast wie die Familie. „Dann schmerzt es auch ein wenig, wenn die Kinder aus dem Haus gehen“, räumte Hanauer ein. Er hoffte, dass die Schulzeit in den Augen der Schüler ein stabiles Boot gewesen sei, das immer wieder auf den richtigen Kurs gekommen sei und jegliches Schlingern von Besatzung und Kapitän abgefangen werden konnte. Bespickt mit so mancher Anekdote und so manchem Schülerspruch aus dem Schulalltag erinnerte er dabei auch an jede Menge gemeinsame Erlebnisse wie das Schullandheim in Weißenstadt, die Wandertage und Ausflüge nach Weiden und Bayreuth, an Besuche in der Eisdiele sowie lehrreiche Erfahrungen in und mit der Arbeitswelt während der Praktika, durch die sich alle durch gebissen hätten.


Neben den erschwerten Lernbedingungen durch Corona mit Lockdown, Homeschooling und Zoom-meetings erinnerte Elternbeiratsvorsitzende Heike Geier auch daran, dass die Eltern die Schüler über all die Jahre begleitet und ihren Teil zum erfolgreichen Schulabschluss beigetragen haben. „Wir haben Brote geschmiert, Vokabeln abgefragt, Hausaufgaben kontrolliert, Daumen gedrückt, für anstehende Proben angefeuert und getröstet, Turnbeutel und Malsachen hinterher gefahren“, listete sie beispielhaft auf. Jeder Mensch sei einzigartig und verfüge über Talente und Fähigkeiten, so die Elternbeiratsvorsitzende. Sie wünschte den Schülern, dass es ihnen gelinge, diese weiterzuentwickeln und zur Geltung zu bringen. Als Zeichen des Dankes gab es eine riesige Tüte Naschereien.
Die Mittelschule sei viel besser als ihr Ruf, betonte Bürgermeister Christian Posch. Mit dem Abschluss in der Tasche stünden den Schülern heute alle Wege offen, ob im M-Zweig in Kemnath oder an einer weiterführenden Schule oder in einer Ausbildung. Es gelte jetzt zwar etwas Vertrautes loszulassen. In gleicher Weise gelte es jetzt aber auch, mit Hoffnung und Zuversicht an die weitere Lebensplanung heranzugehen. Er wünschte sich, dass die Schüler die Werner-Porsch-Schule in guter Erinnerung behalten und der Gemeinde treu bleiben würden.
Für die Jahrgangsbesten gab es schließlich Gutscheine vom Elternbeirat, der Schule und der Gemeinde. Die Besten in der Projektprüfung Benjamin Schott, Emily Popp und Lisa Geier wurden mit Kinogutscheinen von der Schule und einem Kochbuch vom Bürgermeister als Starthilfe für ein selbstständiges Leben, in dem man auch selber Kochen muss, belohnt.

(Text: Wolfgang Hübner)

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