CO2 Ampeln für die Klassenzimmer

Um das „richtige“ Lüften in den Klassenzimmern zu erleichtern und damit das Infektionsrisiko zu verringern, hat die Werner-Porsch-Schule begonnen, alle Zimmer mit CO2-Ampeln auszustatten. Diese machen die aktuelle Kohlendioxid-Konzentration im Raum sichtbar und zeigen an, wann Lüften nötig ist und vor allem wie lange das Fenster offenstehen muss.

Distanzunterricht und Notbetreuung im Januar 2021

Liebe Eltern,

ab Montag, dem 11. Januar 2021 findet an unserer Schule wie auch an allen anderen Schulen Distanzunterricht statt. Die Schüler lernen zu Hause und werden dabei von den Lehrern unterstützt.

Hier finden Sie den Elternbrief des Kultusministeriums und das Merkblatt zur Notbetreuung:

-> M an Eltern_Unterrichtsbetrieb Januar 2021_a

-> Anlage Merkblatt Notbetreuung

Für Kinder, deren Eltern keine andere Möglichkeit finden, wird eine Notbetreuung zu den regulären Unterrichtszeiten angeboten.

Bei Bedarf melden Sie bitte Ihre Tochter / Ihren Sohn per Email (vs-speichersdorf@t-online.de) umgehend an.

Bitte denken Sie daran, dass diese Maßnahmen dazu dienen, Kontakte einzuschränken.

Das Schulleitungsteam wünscht Ihnen ein gesundes Neues Jahr 2021!

Ehrung der Schülerlotsen

 „Ihr Schülerlotsen, Schulweghelfer und Schulbusbegleiter macht einen top Job für die Schulwegsicherheit, und das kann man nicht hoch genug einschätzen.“

Darin waren sich der Verkehrserzieher, Polizeioberkommissar Thomas Förster und der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bayreuth-Land Olaf Heber mit Lotsenbetreuerin und Lehrerin Marion Vogel, die die Schülerlotsen ausbildet, Rektorin Hedwig Forster, Bürgermeister Christian Porsch sowie Thorsten Neugirg und Marina Kindsvater vom Elternbeirat einig. Es war wieder an der Zeit, in einer kleinen Feierstunde „Danke“ zu sagen. In guter Tradition laden Schule, Gemeinde, Polizei und Elternbeirat in der letzten Woche vor Weihnachtsferien die amtierenden Lotsen ein, um ihnen für ihre alles andere als selbstverständliche Arbeit zu danken. Denn 18 Schülerlotsen der Werner-Porsch-Grund- und Mittelschule und zwei Schulweghelfer verrichteten ein Jahr lang tagtäglich einen unbezahlbaren Dienst, indem sie jüngeren Mitschülern auf dem Weg zur Schule halfen. Dabei mussten sie nicht selten Ausdauer und Geduld haben. Diesen zwölf- bis 15-jährigen Jugendlichen und den beiden Erwachsenen Michaela Semba aus Kirchenlaibach und Ingrid Popp aus Zeulenreuth galt kurz vor Weihnachten in einer kleinen Feierstunde der Dank für diesen unbezahlbaren Einsatz und Dienst. Erstmals fand die Feierstunde in der Sportarena statt, da diese wegen der Kreistagssitzung Corona-gerecht hergerichtet war.

Christian Bäß sorgte für die nötige Beschallung. Die sechste Klasse unter Leitung von Martina Hundsdorfer sorgte mit einem humoristischen Glockenspiel und mit poetischen Wünschen vom Weihnachtsmann für ein gediegenes Rahmenprogramm.
„Ihr leistet eine tolle und nicht normale Arbeit zum Schutz der Schüler beim Schulweg und im Schulbus „, so Rektorin Forster. Sie hätten in einer risikobehafteten Position hohes Maß an Verantwortung gezeigt, hob sie die Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit hervor. Die Jahresbilanz sei beeindruckend gewesen: kein einziger Unfall! „Das ist euer Verdienst, dass die Schüler an knapp 200 Schultagen im Jahr jeden Tag sicher zur Schule gekommen sind. Ihr Dank galt dabei insbesondere Lotsenbetreuerin Marion Vogel und den Verkehrserziehern der Polizei. Deren Arbeit im Gesamtpaket sei vorbildlich. In intensiven Schulungen würde die Verkehrspolizei die Jugendlichen Lotsen auf das Verhalten samt Fahrfehler von Autofahrern und Schülern im Straßenverkehr vorbereiten.
Ihm als Polizist gehe das Herz auf, so Verkehrserzieher Förster, zu sehen, dass Lotsen bei Wind und Wetter früh morgen als erstes am Straßenübergang stehen und Buslotsen als erstes aus dem Bus aussteigen. Sie hätten einen wesentlichen Beitrag geleistet, dass es 2020 im ganzen Landkreis Bayreuth keinen Schulwegunfall gegeben habe. Das Lächeln der Erstklässler sei nur ein Dank. Die Lotsentätigkeit werde auch im Zeugnis vermerkt und mit einer Urkunde bestätigt. Auch hätten sie dadurch für ihr Leben gelernt und Bereitschaft gezeigt, dass sie ehrenamtlich etwas für das Allgemeinwohl tun, meinte er. In Bewerbungen sei die Lotsentätigkeit spätestens in der engeren Auswahl ein riesiger Pluspunkt, betonte Förster im Blick auf den Übergang von der Schule in die Ausbildung. Jeder Arbeitgeber schätze dies.
Die Jugendlichen würden den Grundgedanken der Adventszeit „Aufeinander Acht geben“ in besonderer Weise lebendig werden lassen und in die Tat umsetzen, so Bürgermeister Christian Porsch in seiner ersten Rede vor Schülerlotsen. Die Feierstunde sei ein Zeichen der Wertschätzung dafür. Als Vorbild für ihre Mitschüler wertete vom Elternbeirat Thorsten Neugirg die Schülerlotsen. „Ihr habt euch den Respekt der Eltern, Schüler und Lehrer verdient“, so der Vertreter des Elternvertretungsgremiums. Zum Dank namens des Elternbeirates gab es Geschenke und eine Einladung nach der Coronazeit zu einem Frühstück der besonderen Art im Schüler-Cafe. Von den Verkehrserziehern gab es Gutscheine vom Elektromarkt, von er Gemeinde Naschereien. Von der Schule und der Gemeinde wird am Ende des Schuljahres ein Ausflug organisiert und finanziert.

(Text: Wolfgang Hübner, Fotos: Philip Wisnewski)

Warum ich ein Neonazi war

Am 09.12.2020 fand in der Sportarena Speichersdorf ein besonderer Vortrag für die 8. und 9.Klasse der Werner-Porsch-Mittelschule statt, der vom CVJM Speichersdorf und dem Bundesprogramm Demokratie leben! organisiert wurde. Dort berichtete Referent Christian Weißgerber über seine persönlichen Erfahrungen in der Neonazi-Szene und seinen letztendlichen Ausstieg. Aufgrund der momentanen Corona-Lage fand die Veranstaltung als online-Vortrag statt, weshalb die Sportarena mit Großbildleinwand und Soundequipment vorbereitet wurde und sich die Schüler mit erweitertem Abstand auf Einzelplätze in der gesamten Halle verteilten.

Weißgerber erklärte zu Beginn seines zweistündigen Vortrags, dass das stereotypische Bild des ungebildeten Neonazis mit Glatze und Springerstiefel nicht der Wahrheit entspreche und die rechte Szene bedeutend vielfältiger in ihrer Erscheinung sei, als das die meisten Menschen annehmen würden. Ebenso berichtete er von seinen persönlichen Erfahrungen, die dazu geführt hatten, dass er Neonazi wurde. Er ging dabei unter anderem ausführlich auf seine Jugend in Eisenach, seine Familiensituation und auch auf sein Interesse an deutscher Geschichte ein. Dabei widersprach Weißgerber der allgemeinen Meinung, dass man in das Neonazimilieu einfach „abrutsche“, sondern hob ausdrücklich hervor, dass dieser Schritt immer eine individuell getroffene Entscheidung darstellt. 

Seine persönlichen Erfahrungen kombinierte Weißgerber stets mit Querverweisen zur deutschen Geschichte und aktuellen politischen Diskussionen. Dies verdeutlichte den Schülerinnen und Schülern, dass Rassismus und Ausgrenzung immer noch ein Problem der deutschen Gesellschaft ist und dass es die Aufgabe eines jeden Einzelnen ist, diesen Entwicklungen engagiert entgegenzutreten.

In der abschließenden Fragerunde beantwortete Weißgerber sehr freundlich und ausführlich alle Fragen der Schüler, unter anderem zu seinem Ausstieg aus der Neonaziszene, zu Straftaten, seiner Familie sowie seinen Tattoos.

Christian Weißgerbers ergreifende Schilderungen der rechten Szene, deren organisierte Kriminalität sowie seiner Gedanken, warum er Neonazi wurde und warum er letztlich ausstieg, beeindruckten alle Zuhörerinnen und Zuhörer.